Bevor Sie unterschreiben
Gibt es eine Obergrenze für die Miete?
Für 31 Länder steht hier, ob das Gesetz die Miethöhe deckelt, worauf sich das stützt und wie stark die Miete später steigen darf.
Das Wichtigste zuerst
Nur 6 von 31 Ländern deckeln die Miete landesweit: Irland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Schweden, Luxemburg. In 19 Ländern gibt es keine gesetzliche Obergrenze. Und die 6, die eine haben, rechnen sie auf 6 völlig verschiedene Weisen. Eine Zahl aus einem dieser Länder sagt über die anderen nichts.
Ihr eingestelltes Land
Österreich
Deckelt das Gesetz die Miethöhe?
Ja, aber landesweit.
Es gibt eine gesetzliche Obergrenze, die im ganzen Land gilt. Eine zu hohe Miete ist damit angreifbar, unabhängig davon, was im Vertrag steht.
Wie gerechnet wird
Im Vollanwendungsbereich des MRG (im Kern Altbau mit Baubewilligung vor dem 08.05.1945) ist die Miete nicht frei. Die Obergrenze ist der Richtwert je Bundesland und Quadratmeter, korrigiert um Zu- und Abschläge für Lage, Zustand, Stockwerk, Lift, Balkon und Ausstattung. Bei befristeten Verträgen kommt ein Abschlag von 25 Prozent dazu. Neubau, Eigentumswohnungen ab 1945 und Ein- bis Zweifamilienhäuser fallen meist in den Teil- oder Nichtanwendungsbereich, dort gilt Angemessenheit statt Richtwert.
Wie stark die Miete steigen darf
Wertsicherung nur, wenn im Vertrag vereinbart, üblich an den Verbraucherpreisindex gekoppelt. Der Richtwert selbst wird per Verordnung angehoben, zuletzt zum 01.04.2026. Die Anhebung ist gesetzlich GEDECKELT: höchstens 1 Prozent im Jahr 2026 und höchstens 2 Prozent im Jahr 2027. Praktisch wirkt eine Erhöhung frühestens ab der Mietperiode Mai 2026, denn das Erhöhungsschreiben darf erst mit Wirksamwerden der neuen Richtwerte abgehen und muss spätestens 14 Tage vor dem Zinstermin beim Mieter sein.
Fristen, die dabei zählen
Überschreitung des zulässigen Zinses ist bei der Schlichtungsstelle oder beim Bezirksgericht geltend zu machen. Rückforderung bei unbefristeten Verträgen drei Jahre rückwirkend, bei befristeten ab dem Ende des Vertrags gerechnet.
Vorher klären
Aktueller Richtwert des Bundeslandes je m² (zuletzt angehoben zum 01.04.2026), ortsübliche Höhe der Lagezuschläge im Bezirk, ob das Baujahr den Vollanwendungsbereich auslöst.
Rechtsgrundlage: § 16 MRG (Richtwertmietzins), § 16 Abs. 7 MRG (Befristungsabschlag), Richtwertgesetz. Stand 2026-07-29.
6 Länder mit Obergrenze, 6 verschiedene Rechenwege
Das ist der Grund, warum ein Mietpreis-Vergleich zwischen Ländern in die Irre führt. Die Grenze wird nicht überall aus derselben Größe abgeleitet, sondern aus Punkten, aus einem Richtwert, aus dem Gebrauchswert, aus einer Kapitalrendite oder aus einem Zinssatz.
Irland
Residential Tenancies (Miscellaneous Provisions) Act 2026 (in Kraft getreten am 24.02.2026, Hauptteil wirksam ab 01.03.2026), der die Rent Pressure Zones nach Section 24A und 24B Residential Tenancies Act 2004 abgelöst hatSeit dem 01.03.2026 gilt eine landesweite Mietbegrenzung für alle privaten Mietverhältnisse, nicht mehr nur in ausgewiesenen Zonen. Die Miete darf höchstens einmal im Jahr angehoben werden, und zwar um höchstens 2 Prozent oder um die Inflation nach dem Verbraucherpreisindex (CPI), je nachdem, welcher Wert NIEDRIGER ist. Für Wohnungen und studentisches Wohnen, deren Bau nach dem 10.06.2025 begonnen wurde, entfällt die Grenze von 2 Prozent, dort gilt allein der Verbraucherpreisindex. Bei einem NEUEN Mietverhältnis ab dem 01.03.2026 darf die Anfangsmiete auf den Marktwert gesetzt werden, aber nur wenn der Vormieter freiwillig ausgezogen ist, gegen den Vertrag verstossen hat oder die Wohnung unbrauchbar wurde. Nach einer Kündigung ohne Verschulden des Mieters ist das Zurücksetzen auf Marktmiete VERBOTEN, damit die Kündigung nicht zum Mittel der Mieterhöhung wird.
Österreich
§ 16 MRG (Richtwertmietzins), § 16 Abs. 7 MRG (Befristungsabschlag), RichtwertgesetzIm Vollanwendungsbereich des MRG (im Kern Altbau mit Baubewilligung vor dem 08.05.1945) ist die Miete nicht frei. Die Obergrenze ist der Richtwert je Bundesland und Quadratmeter, korrigiert um Zu- und Abschläge für Lage, Zustand, Stockwerk, Lift, Balkon und Ausstattung. Bei befristeten Verträgen kommt ein Abschlag von 25 Prozent dazu. Neubau, Eigentumswohnungen ab 1945 und Ein- bis Zweifamilienhäuser fallen meist in den Teil- oder Nichtanwendungsbereich, dort gilt Angemessenheit statt Richtwert.
Schweiz
Art. 269 und 269a OR (missbräuchlicher Mietzins), Art. 270 OR (Anfangsmietzins)Ein Mietzins ist missbräuchlich, wenn er einen übersetzten Ertrag aus der Sache bringt oder auf einem offensichtlich übersetzten Kaufpreis beruht. Die Rechtsprechung beziffert die zulässige Nettorendite als den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundes zuzüglich 2 Prozentpunkten; liegt der Ertrag darüber, ist der Anfangsmietzins missbräuchlich. Als nicht missbräuchlich gilt daneben, was im Rahmen der orts- und quartierüblichen Mietzinse liegt. In neun Kantonen muss der Vermieter den Anfangsmietzins auf einem amtlichen Formular mit Begründung mitteilen. Das Formular muss vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein und ausdrücklich nennen, auf welchen Kostenfaktoren der bisherige Mietzins beruhte, insbesondere den zuletzt gültigen Referenzzinssatz und den Teuerungsstand. Fehlen diese Angaben, ist der vereinbarte Mietzins nicht gültig zustande gekommen. Das ist der stärkste Hebel des Mieters, und er scheitert in der Praxis fast immer nur an der kurzen Frist.
Niederlande
Woningwaarderingsstelsel (WWS), Wet betaalbare huur seit 01.07.2024Die Höchstmiete ergibt sich aus einem Punktesystem. Punkte kommen aus Wohnfläche, Energielabel, Ausstattung, Außenraum und dem WOZ-Wert. Bis 143 Punkte ist es sozialer Wohnraum, von 144 bis 186 Punkten das mittlere Segment, darüber ist die Miete frei. Zu jeder Punktzahl gehört ein amtlicher Höchstbetrag: Bei 143 Punkten sind das 2026 genau 932,93 Euro im Monat, bei 186 Punkten 1.228,07 Euro. Der zweite Wert ist zugleich die Liberalisierungsgrenze, oberhalb derer die Miete frei ist. Beide Beträge sind zum 01.01.2026 um 3,65 Prozent angehoben worden. Das Punktesystem ist verbindlich, nicht nur ein Richtwert.
Schweden
Jordabalken 12 kap. (hyreslagen), bruksvärdessystemDie Miete wird nicht frei vereinbart. Maßstab ist der Gebrauchswert: Eine Wohnung darf nicht wesentlich mehr kosten als vergleichbare Wohnungen mit gleichem Gebrauchswert am selben Ort. Die Mieten werden kollektiv zwischen Vermieterseite und Mieterverein verhandelt und wirken als Vergleichsmaßstab für alle.
Luxemburg
Loi du 21 septembre 2006 sur le bail à usage d'habitation, Art. 3; Reform in Kraft seit 01.08.2024Die Jahresmiete darf fünf Prozent des im Objekt investierten Kapitals nicht übersteigen. Das Kapital wird auf den heutigen Wert hochgerechnet, mit dem Koeffizienten des STATEC für das Kaufjahr, und auf den Gebäudeanteil kommt ein Altersabschlag von zwei Prozent im Jahr. Seit dem 01.08.2024 gilt diese Grenze für jede Wohnung, weil die frühere Ausnahme für Luxuswohnungen abgeschafft wurde. Die Grenze ist verbindlich, nicht nur ein Richtwert.
Erlaubt sein und steigen dürfen sind zwei Fragen
Ob die Miete überhaupt gedeckelt ist, entscheidet die eine Spalte. Wie stark sie steigen darf, die andere. Beides hängt nicht zusammen: Ein Land ohne Obergrenze kann die Erhöhung streng begrenzen, und dann ist genau das die Auskunft, die zählt.
Irland
landesweit
Höchstens einmal je Jahr, gedeckelt auf den niedrigeren Wert aus 2 Prozent und Verbraucherpreisindex. Bestehende Mietverhältnisse von vor dem 01.03.2026 können NICHT auf Marktmiete zurückgesetzt werden, ausser nach einer wesentlichen Sanierung. Neue Mietverhältnisse laufen mindestens sechs Jahre; am Ende eines solchen Sechsjahreszyklus ist eine Anpassung auf Marktmiete möglich.
Luxemburg
landesweit
Eine Erhöhung ist höchstens alle zwei Jahre möglich und darf zehn Prozent nicht übersteigen. Diese biennale Grenze gilt seit der Reform vom 01.08.2024 und hat die frühere Regel der jährlichen Drittel ersetzt.
Niederlande
landesweit
Jährliche Höchsterhöhung wird für sozialen und mittleren Wohnraum amtlich festgelegt und gilt zwingend. Für das mittlere Segment liegt sie ab dem 01.01.2026 bei 6,1 Prozent, gebildet aus der Tariflohnentwicklung von 5,1 Prozent plus einem Prozentpunkt. Seit dem 01.01.2025 muss der Vermieter jedem NEUEN Mietvertrag die Punktezählung der Wohnung beilegen; fehlt sie, kann der Mieter die Miete bei der Huurcommissie ohne eigene Berechnung angreifen.
Schweden
landesweit
Erhöhung nur über die jährliche kollektive Verhandlung. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet die Hyresnämnd. NEUBAU-AUSNAHME: Über die presumtionshyra können Eigentümer und Mieterverein für einen Neubau eine Miete vereinbaren, die fünfzehn Jahre lang als angemessen gilt und in dieser Zeit nicht am Gebrauchswert gemessen wird. Seit dem 01.01.2026 werden auch diese Mieten grundsätzlich wie alle anderen prozentual jährlich angehoben, und zwar um die allgemeine Mietentwicklung am Ort, sofern kein besonderer Grund für einen anderen Betrag vorliegt. Vorher war die Anpassung während der Präsumtionszeit enger gefasst.
Schweiz
landesweit
Erhöhung nur auf amtlichem Formular mit Begründung und unter Einhaltung der Kündigungsfrist plus zehn Tage. Anlässe sind vor allem der Referenzzinssatz, die Teuerung und wertvermehrende Investitionen.
Dänemark
nur in Zonen
Erhöhungen folgen dem Gesetz, dem Vertrag und der Entwicklung von Kosten und Preisen. In den Jahren hoher Inflation gab es eine befristete gesetzliche Deckelung der jährlichen Erhöhung; ob sie noch gilt, ist im Einzelfall zu prüfen.
Deutschland
nur in Zonen
Erhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, höchstens 20 Prozent in drei Jahren, in angespannten Märkten 15 Prozent (Kappungsgrenze § 558 Abs. 3 BGB). Modernisierungsumlage gesondert nach § 559 BGB.
Frankreich
nur in Zonen
Anpassung nur einmal jährlich und höchstens um die Veränderung des IRL. Für Wohnungen der Energieklassen F und G ist die Erhöhung gesperrt.
Spanien
nur in Zonen
Jährliche Anpassung über den Index IRAV des INE, nicht mehr über den Verbraucherpreisindex. Er gilt für Verträge über die Hauptwohnung, die ab dem 26.05.2023 geschlossen wurden, und wird monatlich veröffentlicht. WICHTIG FUER 2026: Der zusätzliche Deckel von 2 Prozent aus dem RDL 8/2026 ist am 29.04.2026 ausgelaufen. Anpassungen ab Mai 2026 laufen wieder über den vollen IPC oder IRAV. In einer zona tensionada bleibt es aber dabei, dass die Erhöhung den IRAV in keinem Fall übersteigen darf.
Italien
nur bei Vertragsart
Anpassung an den ISTAT-Index, beim concordato regelmäßig auf 75 Prozent der Indexveränderung begrenzt. Bei cedolare secca ist jede Indexierung ausgeschlossen.
Zypern
nur bei Vertragsart
Bei kontrollierten Mieten höchstens alle zwei Jahre und nur bis zum amtlich festgesetzten Satz. Auf dem freien Markt richtet sich die Erhöhung nach dem Vertrag.
Belgien
keine
Indexierung nur einmal jährlich, frühestens zum Jahrestag des Vertragsbeginns, und nur bei registriertem Vertrag. Gerechnet wird zwingend über den GESUNDHEITSINDEX, also den Verbraucherpreisindex ohne Tabak, Alkohol und Treibstoff, nach der festen Formel: neue Miete gleich Ausgangsmiete mal neuer Index geteilt durch Ausgangsindex. DER PRAKTISCH WICHTIGSTE PUNKT: Fehlt ein gültiger Energieausweis, ist die Indexierung in vielen Fällen gar nicht zulässig, solange er nicht vorgelegt wird. In Flandern darf seit dem 01.10.2023 wieder für alle Energieklassen voll indexiert werden; in Brüssel und Wallonien sind die Sperren ebenfalls ausgelaufen, für Verträge, die während der Sperrzeiten liefen, wirken aber weiterhin Korrekturfaktoren nach.
Bulgarien
keine
Höhe und Erhöhung ergeben sich allein aus dem Vertrag. Ohne eine Anpassungsklausel kann der Vermieter die Miete während der Laufzeit nicht einseitig erhöhen.
Estland
keine
Eine Erhöhung setzt eine Vereinbarung oder eine Klausel im Vertrag voraus. Nach einer formellen Erhöhungsmitteilung hat der Mieter dreißig Tage Zeit, sie als überhöht anzufechten.
Finnland
keine
Nur nach der im Vertrag vereinbarten Regel, üblicherweise eine jährliche Indexanpassung. Ohne eine solche Klausel braucht es die Zustimmung des Mieters.
Griechenland
keine
Eine Erhöhung richtet sich nach dem Vertrag, oft an einen Index gekoppelt. Ohne solche Klausel braucht es die Zustimmung beider Seiten.
Kroatien
keine
Eine Erhöhung während der Laufzeit setzt eine Vereinbarung voraus. Ohne eine Klausel im Vertrag, die eine Anpassung erlaubt, etwa an einen Index, kann der Vermieter die Miete nicht einseitig erhöhen; in der Praxis wird bei der Verlängerung neu verhandelt.
Lettland
keine
Eine Erhöhung ist nur möglich, wenn der Vertrag sie ausdrücklich erlaubt oder beide Seiten zustimmen. Bei einem befristeten Vertrag bleibt die Miete während der Laufzeit unverändert, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Litauen
keine
Eine Erhöhung ist höchstens einmal in zwölf Monaten möglich und braucht mindestens drei Monate schriftliche Ankündigung. Einseitig kann der Vermieter nicht erhöhen, sondern nur, wenn der Vertrag ihm dieses Recht ausdrücklich einräumt.
Malta
keine
Eine Erhöhung ist höchstens einmal in zwölf Monaten möglich, nur wenn der Vertrag sie vorsieht, höchstens fünf Prozent und nicht über die Entwicklung des amtlichen Immobilienpreisindex.
Norwegen
keine
Während des laufenden Verhältnisses darf die Miete einmal im Jahr an den Verbraucherpreisindex angepasst werden, mit mindestens dreißig Tagen Ankündigung. Zusätzlich kann alle zweieinhalb Jahre eine Anpassung an die übliche Miete (gjengs leie) verlangt werden, mit sechs Monaten Frist.
Polen
keine
Ankündigung schriftlich mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende, sofern der Vertrag keine längere Frist vorsieht. Eine Erhöhung bis zur Vorjahresinflation gilt als begründet. Verlangt der Mieter es schriftlich, muss der Eigentümer binnen 14 Tagen Grund und Berechnung schriftlich vorlegen, sonst ist die Erhöhung unwirksam.
Portugal
keine
Einmal jährlich, höchstens um den amtlichen Koeffizienten, und nur mit schriftlicher Ankündigung mindestens 30 Tage vorher. Der Koeffizient bildet die mittlere Veränderung des Verbraucherpreisindex OHNE Wohnen über die zwölf Monate bis August des Vorjahres ab; er gilt für Wohn- und Gewerbemieten gleichermaßen, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben. Verlangt werden kann die Anhebung erst, wenn der Vertrag oder die letzte Anpassung ein Jahr zurückliegt.
Rumänien
keine
Eine Erhöhung ist zulässig, wenn der Vertrag sie vorsieht, etwa als gestaffelte Anhebung oder als Bindung an die Inflation. Ohne solche Klausel braucht es die Zustimmung beider Seiten.
Serbien
keine
Eine Erhöhung richtet sich nach dem Vertrag. Ohne eine Anpassungsklausel braucht es die Zustimmung beider Seiten.
Slowakei
keine
Jede Änderung der Miete braucht die Zustimmung beider Seiten, außer der Vertrag enthält eine gültige Anpassungsklausel.
Slowenien
keine
Bei frei vereinbarter Miete richtet sich die Erhöhung nach dem Vertrag. Die Obergrenze bleibt die Wucherschwelle von fünfzig Prozent über der durchschnittlichen Marktmiete.
Tschechien
keine
Ein Vorschlag ist frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung möglich, höchstens zwanzig Prozent in drei Jahren und nie über die ortsübliche Miete.
Ungarn
keine
Eine Erhöhung während der Laufzeit richtet sich nach dem Vertrag. Bei unbefristeten Verträgen kann der Vermieter über eine schriftliche Mitteilung nach der vereinbarten Regel erhöhen; ohne eine solche Grundlage braucht es die Zustimmung des Mieters.
Vereinigtes Königreich
keine
Höchstens EINMAL in zwölf Monaten, über ein section 13 notice auf dem amtlichen Formular 4A, mit mindestens zwei Monaten Vorlauf. Einen betraglichen Deckel gibt es nicht, der Vermieter darf jede Miete vorschlagen. Der Hebel des Mieters liegt woanders: Er kann den Vorschlag dem First-tier Tribunal (Property Chamber) vorlegen, und das Tribunal darf die Miete seit dem 01.05.2026 nur noch BESTÄTIGEN ODER SENKEN, nie erhöhen. Vorher konnte eine Vorlage nach hinten losgehen, weil das Tribunal auch über den Vorschlag hinausgehen durfte. Diese Umkehr ist der wichtigste praktische Unterschied für den Mieter.
Was hier steht, ist keine Rechtsberatung. Es ist das, was Sie wissen sollten, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben oder eine Erhöhung akzeptieren. Wo wir eine Frage für ein Land nicht am Gesetzestext belegen können, steht das ausdrücklich da, statt eine Zahl zu nennen, die plausibel klingt. Stand des Korpus: 2026-07-23.
Ob eine bestimmte Miete für Lage und Zustand angemessen ist, rechnet ein Dossier aus, samt der Quelle je Annahme. Objekt prüfen lassen.
Die übrigen Rechtsfragen vor der Unterschrift stehen in der Übersicht zum Immobilienrecht.