Oberösterreich
Wohnung bewerten in Linz
Eine Bewertung besteht aus zwei Teilen: dem, was der Ort hergibt, und dem, was die einzelne Wohnung daraus macht. Hier steht beides, mit den amtlichen Zahlen für Linz als Ausgangspunkt.
Schritt 1: der Ausgangswert für Linz
Jede Bewertung beginnt beim ortsüblichen Quadratmeterpreis. Für Linz führt ihn Statistik Austria, gerechnet aus tatsächlich bezahlten Kaufpreisen und nicht aus Inseratspreisen. Das ist ein wichtiger Unterschied: Inserate zeigen, was jemand verlangt, der Kaufvertrag zeigt, was jemand bezahlt hat.
Die vollständige Preistabelle für Linz ansehen
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025, Stand 28.05.2026. Grundlage sind Kaufverträge 2021 bis 2025, ältere auf das Preisniveau 2025 angehoben. Geometrisches Mittel der tatsächlich bezahlten Kaufpreise je Quadratmeter Wohnfläche, getrennt nach Baujahr und Wohnungsgröße. Im Datensatz heißt dieser Ort „Linz(Stadt)“.
Schritt 2: was den Wert nach oben oder unten zieht
Der Ortsschnitt gilt für ein Mittel, das es so nicht gibt. Diese Punkte verschieben ihn, und die ersten beiden lassen sich für Linz sogar beziffern:
- Baujahr. In Linz sind Wohnungen aus der Periode ab 1991 am teuersten, mit 40 % Abstand zur günstigsten Periode. Das ist der größte einzelne Unterschied im amtlichen Raster.
- Balkon, Terrasse oder Garten. Rund 14 % Aufschlag. Bei einer Wohnung mit 70 m² sind das rund 29 910 Euro.
- Stockwerk und Lift. Dieselbe Wohnung im vierten Stock ohne Lift und im zweiten Stock mit Lift sind zwei verschiedene Objekte. Im amtlichen Schnitt steckt das nicht drin.
- Zustand des Hauses. Eine anstehende Sanierung der Fassade oder des Dachs wird auf alle Eigentümer aufgeteilt. Wer das erst nach dem Kauf erfährt, zahlt zweimal.
- Was im Grundbuch steht. Ein Wohnrecht, ein Vorkaufsrecht oder ein Pfandrecht ändert den Wert, taucht aber in keinem Inserat auf.
- Auflagen und Lage. Widmung, Denkmalschutz, Hochwasserzone oder Lärm wirken auf den Preis und stehen in amtlichen Karten, nicht im Exposé.
Schritt 3: was Sie selbst nachsehen können
Für Österreich gibt es dafür amtliche Stellen. Sie kosten wenig oder nichts, und sie sind der ehrlichste Weg, ein Inserat zu prüfen, bevor Sie irgendjemanden bezahlen.
BEV Grundstücksdatenbank & Kataster
Amtliche Grundstücksdaten, Grenzen, Fläche
Immobilienpreisspiegel (WKO)
Durchschnittliche Quadratmeterpreise nach Bezirk und Objekttyp
Eigentümer, Pfandrechte, Dienstbarkeiten, Baurechtsgrund
Landes-Energieausweisdatenbank (ZEUS)
Registrierter Energieausweis, HWB und Gültigkeit
Hochwasser, Sturm, Erdbeben und weitere Naturgefahren am Standort
Straßen-, Schienen- und Fluglärm am Standort
Flächenwidmung & Gefahrenzonenplan (Land/Gemeinde)
Widmung, Bauklasse, geplante Widmungsänderungen, Gefahrenzonen
Kaufpreissammlung / IMMOunited
Tatsächlich erzielte Kaufpreise vergleichbarer Objekte
Häufige Fragen zu Linz
Was kostet ein Quadratmeter in Linz?
Der mittlere Preis liegt bei 3 135 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, die Spanne reicht von 2 779 bis 4 379 Euro. Erhoben hat das Statistik Austria im Datensatz „Immobilien-Durchschnittspreise 2025“, Stand 28.05.2026.
Was ist eine 70-m²-Wohnung in Linz wert?
Rechnerisch rund 213 640 Euro, ohne Balkon, Terrasse oder Garten. Das ist eine Größenordnung aus dem amtlichen Schnitt. Stockwerk, Zustand, Lärmseite und der Zustand des Hauses verschieben den Wert nach oben oder unten.
Welches Baujahr ist in Linz am teuersten?
Wohnungen aus der Periode ab 1991. Sie liegen 40 % über der günstigsten Bauperiode am selben Ort.
Wie viel ist ein Balkon in Linz wert?
Rund 14 % Aufschlag gegenüber derselben Wohnung ohne Außenfläche. Das ergibt sich aus dem Vergleich der beiden amtlichen Tabellen für Linz.
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