Länder · Deutschland
Was Sie in Deutschland prüfen sollten, bevor Sie unterschreiben.
Der Angebotspreis im Inserat ist eine Verhandlungsposition, keine Wertaussage. Wer den erzielbaren Preis nicht kennt, zahlt den geforderten.
Das kostet in Deutschland am meisten Geld
Rund 872.000 Immobilienkaufverträge mit einem Geldumsatz von 278 Milliarden Euro wurden 2025 geschlossen, über 70 Prozent davon entfielen auf Wohnimmobilien. Die Gutachterausschüsse erfassen jeden dieser Verträge, öffentlich einsehbar ist der einzelne Preis aber nicht.
Quelle: Arbeitskreis der Gutachterausschüsse mit dem BBSR, 2025
Kaufnebenkosten
9 bis 15 %
vom Kaufpreis, zusätzlich zum Preis im Inserat.
- Grunderwerbsteuer, je nach Bundesland3,5 bis 6,5 %
- Notarrund 1,0 bis 1,5 %
- Grundbuch-Eintragungrund 0,3 bis 0,5 %
- Maklerprovision insgesamt, inklusive Umsatzsteuer3,57 bis 7,14 %
Quelle: Grunderwerbsteuersätze der Länder, Gerichts- und Notarkostengesetz, §§ 656c und 656d BGB. Die Spanne ist vor allem eine Frage des Bundeslandes: Bayern und Sachsen verlangen 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Thüringen 6,5 Prozent. Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern für den eigenen Bedarf tragen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision seit dem 23. Dezember 2020 grundsätzlich je zur Hälfte.
Die Falle für Mieter
In Berlin liegen 46 Prozent der inserierten Bestandswohnungen über der zulässigen Mietobergrenze, bei mehr als einem Drittel ist die Grenze zum Mietwucher überschritten. In Ulm sind es rund 70 Prozent. Untersucht wurden über 20.000 Online-Inserate aus der Zeit von Mai 2024 bis Oktober 2025.
Energie und Sanierungspflicht
Der Energieausweis muss spätestens bei der Besichtigung vorgelegt und nach dem Kauf übergeben werden, die Pflichtangaben stehen schon in der Anzeige. Ein Verstoß kostet bis zu 10.000 Euro. Dazu kommen Pflichten für neue Eigentümer: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen binnen zwei Jahren nach dem Eigentümerwechsel raus, ungedämmte oberste Geschossdecken müssen gedämmt werden.
Quelle: Gebäudeenergiegesetz, §§ 47, 72, 80, 87 und 108 Abs. 1 Nr. 23 bis 27
Worauf in Deutschland besonders zu achten ist
Der verbreitetste Weg um die Mietpreisbremse herum ist die möblierte Vermietung. Bei möblierten Angeboten in Berlin liegen 69 Prozent über der zulässigen Grenze, bei mehr als der Hälfte dieser Anzeigen ist sogar die Grenze zum Mietwucher überschritten. Der Aufschlag für die Möbel muss dabei nicht gesondert ausgewiesen werden, und genau das macht die Prüfung für Mieter so schwer.
Amtliche Karten in Deutschland
5 Kartenthemen liegen direkt über Ihrem Objekt.
Nicht als Durchschnitt für den Bezirk, sondern an genau Ihrer Adresse, mit Legende und sichtbarer Quelle. Jede Ebene lässt sich einzeln zuschalten.
Selbst nachprüfen
Die amtlichen Stellen in Deutschland.
DomoScan24 prüft gegen diese Quellen. Sie können jede davon auch selbst aufrufen, das ist genau der Punkt: Eine Zahl, die man nicht nachprüfen kann, ist keine Zahl, sondern eine Behauptung.
Wert & Bodenwert
Amtlicher Bodenrichtwert für die Lage
Gutachterausschuss / Grundstücksmarktbericht
Echte Kaufpreissammlung und Marktbericht der Region
Eigentum & Lasten
Grundbuch (Amtsgericht)
Eigentümer, Hypotheken, Wege- und Wohnrechte, Lasten in Abteilung II und III
Energie
Energieausweis-Registriernummer (DIBt)
Echtheit und Registrierung des Energieausweises
Umwelt & Naturgefahren
Hochwasser-Risikokarten der Länder
Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr am Standort
Altlastenkataster der Länder
Altlasten- und Verdachtsflächen auf dem Grundstück
Bau & Widmung
Bebauungsplan & Bauamt der Gemeinde
Zulässige Nutzung, Baulasten, geplante Vorhaben in der Umgebung
Markt & Transaktionen
Immobilien-Preisspiegel / Portale
Aktuelle Angebots- und Vergleichspreise der Gegend
Der Markt in Deutschland
Rund 872.000 Kaufverträge, 278 Milliarden Euro Geldumsatz, davon rund 198 Milliarden für Wohnimmobilien einschließlich Wohnbaugrundstücken.
Quelle: Arbeitskreis der Gutachterausschüsse mit dem BBSR, 2025
Andere Länder